Unser Angebot
1:1 Gespräche - individuell
Individuell, praxisnah und kostenlos beraten.
Worum geht es?
(Fast) alles, was man zu Netto-Null wissen muss.
Hol dir Impulse.
An Veranstaltungen Fachinputs abholen & im Netzwerk austauschen.
Fördermöglichkeiten
Booste deine Netto-Null Umsetzung.
Seit 2025 sind wir verbindlich auf dem Weg Richtung Netto-Null. Klimaschutz- und CO₂-Gesetz geben den Rahmen, in dem die Schweiz bis 2050 klimaneutral wird. Wir bieten Deinem Unternehmen auf dieser Reise vielfältige und kostenlose Unterstützung – mit Expertise, Hilfsmitteln und Projektförderung.
Markt und Regularien weisen Richtung Netto-Null. Für Betriebe heisst das: jetzt handeln, Wettbewerbschancen ergreifen, Kosten senken, Förderung nutzen. Netto-Null, die Reduktion von Treibhausgasemissionen, setzt in drei Bereichen an.
Scope 1: im Betrieb (z.B. Anlagen, Prozesse, Fahrzeuge)
Scope 2: Energiebezug (z.B. Strom, Gas, Öl)
Scope 3: wie Kunden Produkte nutzen und entsorgen.
Damit dies gelingt, müssen Unternehmen ins Handeln kommen. Dafür hat die Energiefachstelle des Kantons Schaffhausen ein Förderprogramm lanciert – unterstützt von IVS, KGV und der Wirtschaftsförderung. Wir begleiten euch kostenlos, praxisnah und unabhängig. Ihr erhaltet Orientierung, Zugang zu Wissen und Fachexpertise, Hilfe beim Start in die Umsetzung und bei der Vermittlung von Fördermöglichkeiten.
Mach den ersten Schritt Richtung Netto-Null!
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Q&A
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„Netto-Null“ bedeutet, dass ein Unternehmen seine CO₂-Emissionen (oder andere Treibhausgase) durch Reduktionsmassnahmen so weit wie möglich verringert. Unvermeidbare Restemissionen, die nicht weiter gesenkt werden können, werden durch Kompensationsmassnahmen mittels CO₂-Entnahme ausgeglichen – z. B. durch Aufforstung oder CO₂-Speicherung. Das Ziel ist es, am Ende des Prozesses keine zusätzlichen Emissionen in die Atmosphäre zu bringen. Kompensationsmassnahmen sind aber um ein vielfaches teurer als Massnahmen, welche direkt bei den Unternehmen vor Ort eingespart werden. Deswegen – selbst Hand anlegen lohnt sich!
Die Schweiz hat sich mit der Volksabstimmung zum Ziel gesetzt, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um mindestens 50% im Vergleich zu 1990 gesenkt werden.
Verschiedene Sektoren haben unterschiedliche Reduktionsziele. Beispiel Industriesektor:
– Bis 2040 sollen die Emissionen um 50% reduziert werden.
– Bis 2050 sollen die Emissionen um 90% reduziert werden.
Die rechtliche Grundlage für Netto-Null ist dreistufig:
1. International: Das Pariser Klimaabkommen (2015), das von der Schweiz 2017 übernommen wurde, verpflichtet alle Länder zur Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5–2°C.
2. National: Die Strategie „Netto-Null 2050“ des Bundesrats und das Klima- und Innovationsgesetz legen fest, dass die Schweiz bis 2050 Netto-Null erreichen muss.
3. Unternehmen:
- KMUs müssen gemäss Art. 5 KlG ebenfalls bis 2050 Netto-Null erreichen, wobei sie Scope 1 (direkte Emissionen) und Scope 2 (indirekte Emissionen) berücksichtigen müssen.
- Scope 3-Emissionen sind für KMUs derzeit nicht gesetzlich verpflichtend, jedoch zunehmend von grossen Geschäftspartnern und Investoren gefordert.
- Energieintensive Unternehmen im Emissionshandelssystem (EHS) müssen ihre Scope 1-Emissionen bilanzieren und reduzieren.
Rechtlich: Das Klima- und Innovationsgesetz (KlG) verpflichtet alle Unternehmen (auch KMUs), bis 2050 Netto-Null zu erreichen, wobei Scope 1 & 2 berücksichtigt werden müssen.
Kosten: Fossile Energien und CO₂-Abgaben werden in Zukunft teurer, was Unternehmen zusätzliche Kosten bringt.
Lieferketten: Immer mehr Grosskunden verlangen CO₂-Daten und Reduktionsstrategien von ihren Zulieferern. Das System ist so aufgebaut, dass dadurch langfristig alle Akteure ihre Emissionen auf Netto-Null reduziert haben.
Chancen: Durch Effizienzmassnahmen können Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Zudem gibt es Fördermittel, die Unternehmen unterstützen, ihre Emissionsziele zu erreichen. Weitere Chancen entstehen durch die Entwicklung emissionsarmer Produkte und Dienstleistungen oder die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.
Kostenreduktion: Durch Energie- und Ressourceneffizienz.
Wettbewerbsvorteile: Nachhaltige Positionierung stärkt das Unternehmensimage.
Zugang zu Ausschreibungen: Unternehmen, die Klimaziele einhalten, können an Projekten teilnehmen, die Nachhaltigkeitskriterien verlangen.
Risikominimierung: Vor allem durch steigende CO₂-Abgaben in der Zukunft und zusätzlichen Anforderungen durch Kunden und Lieferanten. Die Reduktion des Ressourcenverbrauchs kann zudem Abhängigkeiten reduzieren.
Employer Branding: Unternehmen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, sind für Mitarbeitende attraktiver.
Es gibt zahlreiche Fördermittel, welche Kosten für Unternehmen reduzieren. Diese können z.B. für die CO₂-Bilanzierung und verschiedene Massnahmen zur Emissionsreduktion genutzt werden.
Eine Treibhausgasbilanz zeigt, wie viele Emissionen ein Unternehmen direkt oder indirekt verursacht. Sie wird nach den folgenden Scopes erstellt:
- Scope 1: Direkte Emissionen, z. B. durch Heizöl, Gas oder Firmenfahrzeuge.
- Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie, wie Strom oder Fernwärme.
- Scope 3: Weitere Emissionen, die vor- oder nachgelagert entlang der Wertschöpfungskette entstehen, z. B. durch Materialien, Geschäftsreisen oder Entsorgung.
Für die meisten KMUs besteht derzeit keine direkte gesetzliche Pflicht, eine CO₂-Bilanz zu erstellen. Es wird jedoch empfohlen, Scope 1 und 2 zu bilanzieren und Reduktionsziele zu setzen. Das hilft, das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen und von Fördermitteln und Wettbewerbsvorteilen zu profitieren.
Die Science Based Targets Initiative (SBTi) ist ein internationaler Standard, der sicherstellt, dass Unternehmensziele zur Emissionsreduktion mit dem Pariser Abkommen übereinstimmen. Unternehmen verpflichten sich, ihre Emissionen so zu reduzieren, dass die globale Erwärmung maximal 1,5°C beträgt.
Übersicht verschaffen: Im Austausch mit dem ITS erhältst Du eine Übersicht über aktuelle Anforderungen, möglichen Risiken sowie potenzielle Chancen.
CO₂-Bilanz erstellen: Startpunkt kennen und feststellen, wo die meisten Emissionen entstehen.
Reduktionspotenziale identifizieren: Wo kann Energie gespart werden? Welche Mobilitätslösungen sind effizienter?
Ziele setzen: Zum Beispiel: 50% Reduktion bis 2040.
Massnahmen umsetzen: Effizienzmassnahmen, Einsatz von erneuerbaren Energien, nachhaltige Investitionen planen.
Ergebnisse überwachen & kommunizieren: Die Fortschritte müssen regelmässig überprüft und dokumentiert werden.